VICTORY TEAM BERLIN E.V.

Youngtimer

Jaguar XK 140 FHC, Special Equipment

Dieser XK 140 stammt aus dem Jahr 1955 und wurde in die USA nach Texas ausgeliefert. Das Fahrzeug ist weitestgehend original und weist noch Originalmotor-, Getriebe und Achsen auf, was die ursprünglichen Seriennummern (matching numbers) dokumentieren und wurde in vierzehn langen Jahren sehr aufwendig vom Grund auf restauriert, dazu kam dann noch ein neues Koni Fahrwerk, um auch für Oldtimer Rallyes gut gerüstet zu sein. Die Karosserie erhielt wieder die Originalfarbe schwarz und unter den USA - Kunstledersitzbezügen waren sogar noch die sehr ordentlichen originalen Ledersitze in grey, red-piped vorhanden. Der Motor wurde entsprechend der 1956 Le Mans- Version komplett mit verbessertem Kühlsystem, zusätzlichem Ölkühler, anderen Nockenwellen und entsprechenden Feinarbeiten auf gut 220 PS in der Leistung gesteigert, was für ca 215 km/h ausreicht, wenn auch besser nicht auf Dauer! Im Jahr 2008 belegte der Jaguar XK 140 den 1. Platz beim Concours D`Elegance im Schloß Liebenberg.

Jaguar XK 140 BJ 1955

PF

 

Porsche 914/6 Gruppe 3

Viele kennen ihn auch unter dem Namen: der VW Porsche. Das könnte vielleicht für das Modell mit dem 4 Zylinder Motor zutreffen, aber dieser hier ist ein Original 914/6, also mit einer Porsche 6 Zylinder Maschine.

Porsche 914/6 Gruppe 3
Porsche 914/6 Gruppe 3  Porsche 914/6 Gruppe 3

Das Auto wurde 1970 in die USA ausgeliefert und auch dort von der Firma Redline zum Gruppe 3 Rennsportwagen umgebaut. Nachdem der Wagen wieder den Weg nach Deutschland fand, musste er sich einige Umbauten nach dem hiesigen Reglement gefallen lassen. Das erledigte die Firma Lundt in Berlin. Sein Einsatzgebiet fand und findet der Rennwagen bei Rundstreckenveranstaltungen und auch bei Oldtimer Rallyes.

PF

 

Der Ford Capri I – das Kultauto aus den 70er Jahren

Wer kannte ihn nicht aus seiner Jugend? Der hier beschriebene Ford Capri stammt aus dem Jahr 1973 und ist mit dem 2,3 Liter Motor und einem 5 Gang Getriebe ausgerüstet.

Ford Capri I  Ford Capri I

Bei der sehr aufwendigen Restaurierung, erhielt das Fahrzeug das RS Paket aus dem Ford Zubehör Programm. Das waren Doppelscheinwerfer, Einblattfedern, stärkere Stabis, Sportdämpfer, Sitze und ein Sportlenkrad. Natürlich kamen noch RS Alufelgen mit den dazugehörigen Breitreifen dazu.

Alles wurde in einem Originalfarbton von Ford neu lackiert. Das größte Problem bei allen Capris, ist leider die schlechte Ersatzteillage. Es gibt so gut wie nichts zu kaufen und die Szene hilft sich untereinander weiter. Wer so einen Wagen noch besitzt, sollte ihn sehr gut pflegen, denn der Wert kann nur steigen.

PF

 

Porsche 924 S Baujahr 1986 / Wiedergeburt nach einem Unfall 2007

Seit 2004 hatte Gerd Berends seinen Porsche 924 S, BJ86, gehegt und gepflegt, bis der Wagen durch einen unglücklichen Unfall im November 2007 einigen Schaden davontrug. Mit viel Mühe und Liebe zum Detail wurde er bis zum Frühjahr 2008 wieder komplett neu aufgebaut, teils mit gebrauchten, aber auch mit neuen Porscheteilen.

Die Technik wurde jetzt komplett erneuert, neue Bremsen mit größeren Scheiben, Belägen und Stahlflexschläuchen, neue Lenkung, neue Stabis und Lager, neues Fahrwerk von Koni.

Der Innenraum wurde komplett umgebaut mit neuer Bestuhlung und Teppichen in schwarz. Motorrevision, neue Auspuffanlage in Edelstahl und zuletzt eine komplett neue Lackierung. Die Versicherung gab diesem Porsche 924S eine 2 als Benotung.

kaputter Porsche  Porsche links vorn kaputt
Reparierter Porsche von hinten rechts  Der wieder komplett hergestellte Porsche
kaputter Porsche  Porsche links vorn kaputt

GB

 

Mercedes Benz 200 / Die Heckflosse

Wie kommt man zu einem Oldtimer? Der Vater besaß eine Firma in Frankfurt am Main und da steht ein Mercedes herum, der nur 10 bis 20 km pro Monat bewegt wird. Irgendwann wurde der Benz zu unbequem für einen älteren Herrn, denn das Fahrzeug hatte keine Servolenkung, keine Klimaanlage und kein Schiebedach. Seine Zeit war gekommen und sollte bei der Mercedes Niederlassung Frankfurt in Zahlung gegeben werden.

Das Angebot lag damals bei DM 1000,-- und ich machte mutig ein Gegenangebot von DM 1500,--. Das war ein überzeugendes Argument, ich erhielt den Zuschlag und war von da an stolzer Besitzer eines Autos aus dem Jahr 1968, mit 68000km auf dem Tacho.

Mercedes Benz 200  Mercedes Benz 200

Das war vor 25 Jahren und der Benz befindet sich immer noch in einem originalgetreuen Zustand und meisterte die H-Abnahme ohne Probleme. Immerhin ist er jetzt schon 87000 km gelaufen und das bei minimaler Wartung.

Keine Probleme bereitet auch die Technik. Sagenhafte 95 PS treiben den Wagen auf eine Spitzengeschwindigkeit von 161 km und bestes Superbenzin fließt  dabei durch den Doppelvergaser. Bei einer Stückzahl von immerhin 70207 gefertigten Fahrzeugen, gab es bisher keine Probleme mit der Ersatzteilversorgung.

Zum Schluß jetzt die meistgestellte Frage: „Ist das ein Taxi?“ Antwort: „Nein, denn die waren damals in schwarz“

Peter Freiberg

 

Mercedes Benz 280 SE / Das zweite Leben eines Direktionswagen.

Im Sommer 1971 wurde der 280 SE für eine große Frankfurter Tageszeitung erstmals zugelassen und diente dann die ersten Jahre in den Händen eines Chauffeurs als Dienstwagen einem der Direktoren dieser Zeitung. Später ging der Wagen, mit der Baureihenbezeichnung W 108,  in mehrere private Hände und wechselte bei einer dieser Gelegenheiten auch den Standort nach Berlin.

1996 kaufte ich ihn dann das erste Mal. Gut erhalten, vom letzten Besitzer liebevoll gepflegt wurde die S-Klasse von mir an ( zu ) wenigen Sonntagen aus der Tiefgarage geholt.
Also dauerte es nicht lange, und die familieninterne Diskussion über Sinn und Nutzen eines alten Mercedes endete mit dem Verkauf des guten Stückes.

Oldtimer-Tage im Frühjahr 2000. Da steht ein 280 SE, der könnte einmal meiner gewesen sein. Ein Gespräch mit seinem jetzigen Besitzer bringt schnell Klarheit. Es war mein ehemaliges Auto und – eine Woche später ist er es wieder. Diesmal mit Zustimmung meiner Regierung.


Jetzt soll er aber auch gefahren werden. Schnell stellen sich einige Mängel heraus, aus den Anfangs kleineren Reparaturen wird dann ein 15 Monate dauernder Werkstattaufenthalt. Aber irgendwann war er dann doch fertig gestellt.
Jetzt noch schnell das Mäusenest aus der Rückbank entfernen, die Tiere hatten wohl geglaubt der Wagen wäre eine Dauerleihgabe an die Werkstatt gewesen,  und dem Dasein als Alltagsoldtimer steht nichts mehr entgegen.

Aber immer nur Sonntags zu Oma und wieder zurück in die Garage. Auf Dauer keine befriedigende Aufgabenstellung. Schließlich gibt es da noch immer diese Gleichmäßigkeits-Rallyes, die schon im Toyota Celica sehr viel Spaß gebracht hatten. Wer sagt eigentlich, dass man so was mit einen langen 280 SE nicht auch fahren kann.


Den Twinmaster ins Auto, gleich noch den passenden Speedpilot von Halda dazu, zwei Stoppuhren und eine Leseleuchte, zwei originale Königsitze aus den 70ern runden das Bild ab.
Nun Gut, es gibt sportlichere Autos. Auch sind Lenkradschaltung und Dreigangautomatik keine typischen Rallyeausstattungen. Trotzdem, Koni-Dämfer ins Fahrwerk, das richtige Licht dazu und schon ist eine inzwischen 37 Jahre alte Mercedes S-Klasse fertig für den historischen Motorsport.


Bei der Hanse-Classic-2006 war der Wagen zum ersten Mal am Start und im Ziel standen gleich drei Dinge fest, Ja, ein 280er ist durchaus ein Sportwagen mit dem man seinen Spaß haben kann, Nein, Beifahrer haben nicht immer Recht, und wir werden noch viele weitere Veranstaltungen mit diesem Auto heimsuchen.

DS

 

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